Stress
Stress – und warum Resilienz so wichtig ist
In meinem letzten Post (Serie) habe ich über die sieben Säulen der Resilienz gesprochen. Doch warum sollten wir überhaupt Resilienz aufbauen?
Ganz einfach: wegen STRESS!
Wir alle erleben Stress – nur nehmen wir ihn ganz unterschiedlich wahr. Ein wichtiger Grund dafür ist unsere individuelle Resilienz.
Aber was genau ist eigentlich Stress, und wie entsteht er?
Aus biologischer Sicht ist Stress eine Reaktion auf einen sogenannten Stressor – also etwas, das unser inneres Gleichgewicht stört. Solche Stressoren können ganz unterschiedlich sein:
- Physisch: z. B. Schmerz oder Schlafmangel
- Psychisch: z. B. Konflikte oder Leistungsdruck
- Sozial: z. B. Isolation oder Jobunsicherheit
Ob wir eine Situation als stressig empfinden, hängt immer von unserer Bewertung und unseren inneren Ressourcen ab. Deshalb kann dieselbe Situation von zwei Menschen völlig unterschiedlich erlebt werden. Stress ist also etwas sehr Individuelles.
Problematisch wird Stress erst, wenn er dauerhaft anhält. Dann reicht die Erholungszeit zwischen den Belastungsphasen nicht mehr aus, um den „Akku“ wieder aufzuladen. Oft nehmen wir die Gedanken, Sorgen und To-dos sogar mit in die vermeintliche Ruhephase. Ein Tag Pause kann dann zwar helfen – ist aber keine Garantie für echte Erholung.
Trotzdem: Stress ist nicht grundsätzlich schlecht. Er kann sogar hilfreich sein. Durch Stress werden:
- Energie mobilisiert
- Aufmerksamkeit gesteigert
- Leistung und Lernfähigkeit verbessert
Aus evolutionärer Sicht war diese Reaktion lebenswichtig – also eigentlich eine sinnvolle Anpassung. 🙂
Wie können wir vorbeugen?
Am besten durch kleine, regelmäßige Übungen, mit denen wir unsere Routine stärken:
1. 60 Sekunden Atemfokus
Atme 4 Sekunden ein, halte 4 Sekunden den Atem, und atme 6 Sekunden aus. Wiederhole das 1–2 Minuten.
➡️ Diese bewusste, verlängerte Ausatmung aktiviert den Parasympathikus und senkt Stressparameter wie Herzfrequenz und Blutdruck.
2. Mikro-Bewegungspause
Für 2 Minuten zügig gehen, die Treppe statt den Aufzug nehmen oder 20–30 Kniebeugen/Dehnübungen machen.
➡️ Kurze körperliche Aktivität hilft, Stresshormone abzubauen und hebt die Stimmung sofort.
Und du?
Welche kleinen Übungen nutzt du, um Stress abzubauen oder vorzubeugen?
Teile sie gern in den Kommentaren – vielleicht inspirierst du damit auch andere!
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